Dr. Dieter Hagmüller



Facharzt für Psychiatrie

Personzentrierte Psychotherapie (unter Supervision)

Arzt für Allgemeinmedizin

 


ψυχή psyché, altgriechisch: ‚Atem‘, ‚Leben‘, ‚Seele‘, ‚Bewusstsein‘, ‚Gemüt‘, ‚Trieb‘, aufgrund mythologischer Vorstellungen auch ‚Schmetterling‘

ἰατρός iatrós, altgriechisch: ‚Arzt‘

Der Begriff „Psychiater“ bedeutet also in etwa „Seelenarzt“ und wurde 1808 von dem deutschen Arzt Johann Christian Reil geprägt. Wobei hier mit „Seele“ keine transzendenten oder religiösen Elemente assoziiert werden, sondern vielmehr die „Psyche“ im modernen Sprachgebrauch gemeint ist.

 

Früher gab es den Begriff „Nervenarzt“, aus dem sich später die Fächer Neurologie und Psychiatrie entwickelten. Während sich die Neurologie in erster Linie mit den organischen Erkrankungen des Nervensystems beschäftigen (Schlaganfall, Bandscheibenvorfall, Parkinson, etc.), hat die Psychiatrie die „seelischen Leiden“ im Fokus.

Wobei sich „Seelisches“ und „Organisches“ nie wirklich trennen lässt. Was schon seit jeher bekannt ist, zeigt die neurobiologische Forschung immer deutlicher: psychische Krankheiten hängen auch mit Veränderungen im Gehirn zusammen.

 

Die Kernaufgaben der Psychiatrie sind Diagnostik und Behandlung von psychischen und psychosomatischen Symptomen, Störungen und Krankheiten.

In der Diagnostik ist neben der aktuellen psychischen Symptomatik eine gründliche organische Abklärung Voraussetzung. Bringen Sie daher bitte zum Erstgespräch nach Möglichkeit Ihre Vorbefunde, Arztbriefe, Laborwerte, Bildgebung, etc. mit.

Die dritte Säule in Diagnostik und Behandlung ist, neben Körper und Psyche, das Miteinbeziehen sozialer Aspekte (Lebensumstände, Familie, Arbeitssituation, etc.).

Erst in gründlicher Zusammenschau dieser bio-psycho-sozialen Zusammenhänge können Diagnostik und Behandlung stattfinden und vorbeugende Maßnahmen getroffen werden.

 

In der Behandlung werden psychotherapeutische und psychosoziale Interventionen und, wenn notwendig, auch Medikamente eingesetzt. Manche psychiatrische Krankheitsbilder sind überhaupt erst durch die Entwicklung von Medikamenten behandelbar geworden, bei anderen Problemstellungen ist es durchaus auch vertretbar, darauf zu verzichten. Im gemeinsamen Gespräch entscheiden wir individuell, wie vorzugehen ist.

 

Psychisch krank ist man nie alleine, immer ist auch das Umfeld mit betroffen. Daher sind Gespräche gemeinsam mit Angehörigen und/oder Vertrauenspersonen ein wesentlicher Teil der Behandlung.

 

Natürlich dürfen auch weltanschauliche oder religiöse Themen im Rahmen einer ganzheitlichen Behandlung ihren Platz haben und müssen nicht ausgespart bleiben – meine eigene Haltung möchte ich dabei jedoch ganz bewusst hintanstellen. Der Patient/Klient steht im Fokus.

Aktuelle Tätigkeit

Von 2010 bis Anfang 2020 war ich leitender Oberarzt der Tagesklinik für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin am Klinikum Freistadt, einer Kooperation mit dem Neuromed Campus (NMC) des Kepler Universitätsklinikums (KUK).

Angestellt war ich im Kepler Universitätsklinikum, wo ich im Neuromed Campus Nacht- und Wochenendddienste in der Akutpsychiatrie absolvierte. Während der Woche arbeitete ich Vollzeit im Klinikum Freistadt (Tagesklinik, Ambulanz, fallweise Konsile im Krankenhaus)

Nachdem ich 2017 die Wahlarztordination in Riedegg eröffnete, hatte ich nun drei Standorte, was sich auf Dauer als doch sehr zerrissen, anstrengend und wenig familienfreundlich erwies.

Ein Wunsch nach beruflicher Veränderung und „Gesundschrumpfen“ zeichnete sich ab.

 

Seit Februar 2020 arbeite ich nun drei Tage in der Woche in der Sozialpsychiatrischen Ambulanz von EXIT-sozial in Linz als einer von fünf Fachärzten.

Die anderen beiden Tage arbeite ich in der Wahlarztordination in Riedegg.

Schwerpunkte

Meine Schwerpunkte sind die Behandlung von Depressionen, Angsterkrankungen, Anpassungsstörungen, somatoformen Störungen und Persönlichkeitsstörungen, bipolaren Erkrankungen, Schizophrenie oder anderen Psychosen und wahnhaften Störungen.

Durch meine frühere Arbeit in der Psychiatrischen Tagesklinik und jetzt in der Sozialpsychiatrischen Ambulanz liegen meine Behandlungsschwerpunkte in den Bereichen Sozialpsychiatrie, Rehabilitation und Psychotherapie.

zu meiner Person

geboren 1972 in Linz, aufgewachsen in Neuhofen an der Krems

verheiratet, eine Tochter, ein Sohn

 

1992 - 1999   Medizinstudium an der Universität Graz

1998 - 1999   Auslandsstudienjahr an der Universität Tromsø, Norwegen

                        Promotion an der Universität Graz

2000 - 2004   Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin: 2 Jahre in Norwegen und 

                        Südengland, dann in Linz (KH der Barmherzigen Brüder, UKH, Kinderklinik, Elisabethinen),

                        abschließend Lehrpraxis bei einem Landarzt in der Steiermark

2004               ius practicandi

2004               Sekundararzt Psychiatrie, Landesnervenklinik Linz (jetzt Neuromed Campus)

2005 - 2010   Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie an der Landesnervenklinik Linz,

                        Gegenfächer in Neurologie und Innerer Medizin (je 12 Monate)

2010               Facharztdiplom

2010 – 2020  ärztliche Leitung der Psychiatrischen Tagesklinik Freistadt

2010 – 2020  Nacht- und Wochenenddienste in der Akutpsychiatrie im Neuromed Campus

2017 – lfd.     Wahlarztpraxis

2020 – lfd.     Facharzt in der Sozialpsychiatrischen Ambulanz, Exit-sozial, Linz Urfahr

 

mehrjährige Mitarbeit beim Psychosozialen Notdienst Linz (jetzt Krisenhilfe OÖ)

 

Psychotherapeutisches Propädeutikum

Psychotherapeutisches Fachspezifikum in Personzentrierter Psychotherapie, Donau Universität Krems/ÖGWG – lfd.

 

ÖÄK Fortbildungsdiplom DFP

ÖÄK Notarztdiplom (inkl. aktuellem Refresher)

Mitgliedschaften

ÖÄK       Österreichische Ärztekammer

ÄKOÖ    Ärztekammer Oberösterreich

ÖGPP    Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

ÖGPB    Österreichische Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie

ÖGWG   Österreichische Gesellschaft für wissenschaftliche, klientenzentrierte Psychotherapie und

               personzentrierte Gesprächsführung