Dr. Ursula Hagmüller-Ebner



Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Fachärztin für Psychiatrie

Integrative Therapie (unter Supervision)

Ärztin für Allgemeinmedizin


Zahlreiche psychische Erkrankungen beginnen im Kindes- und Jugendalter und nehmen einen zumeist episodischen, zum Teil auch chronischen Verlauf bis ins Erwachsenenalter.

Emotionale Belastungen oder schwierige Lebensumstände können zu Symptomen (z.B.  sozialem Rückzug, Traurigkeit, Schlafstörungen, häufig auch körperlichen Beschwerden, selbstverletzendem oder aggressivem Verhalten)  führen.

Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann aber auch ohne ersichtlichen Grund irritiert sein oder problematisch verlaufen.

Erfahrungen in Kindheit, Jugend und jungem Erwachsenenalter sind von entscheidender Bedeutung für das, was uns als Erwachsene ausmacht.

Leistungen

Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen, Symptomen und Verhaltensänderungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie Begleitung in belastenden Lebenssituationen.

Bei Kindern und Jugendlichen ist die Zusammenarbeit mit den Eltern/Erziehungsberechtigten ein wesentlicher Teil der Behandlung.

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist es üblich multiaxial – auf 6 Ebenen – zu diagnostizieren. Neben den Diagnosen psychischer Störungen nach ICD-10 werden auch umschriebene Entwicklungsstörungen, Intelligenzniveau, körperliche Erkrankungen, psychosozial belastende Umstände und das psychische Funktionsniveau mit beurteilt, da diese Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf die weitere Behandlung und Entwicklung haben.

In der Behandlung von Erwachsenen ist diese systematische multiaxiale Diagnostik weder üblich noch gefordert, spielt aber im Rahmen des umfassenden Gesamteindruckes eine ebenso bedeutsame Rolle, so wie auch das Miteinbeziehen von nahestehenden Personen.

Eine gründliche organische Abklärung ist Grundvoraussetzung vor jeder psychiatrischen Diagnostik. Bitte bringen Sie vorhandene Befunde in jedem Fall mit!

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen ist oft notwendig, z.B. Leistungsdiagnostik (Klinische Psychologie), Abklärung von motorischen oder sprachlichen Auffälligkeiten (Ergotherapie, Logopädie) oder auch somatischen Beschwerden durch Kinderärzte bzw. Haus- oder Fachärzte.

 

Aktuelle Tätigkeit

Fachärztin an der Klinik für Jugendpsychiatrie am Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums, zuständig für die Unterbringungsstation ("geschlossene Abteilung").

Vorwiegend behandelt werden dort Jugendliche nach Suizidversuchen, Selbstverletzungen, mit schweren Depressionen, Auffälligkeiten in der Persönlichkeitsentwicklung (z.B. Borderlinesymptomatik), Traumafolgestörungen, psychotische Erkrankungen und in psychischen Krisensituationen.

Schwerpunkte

Mein Schwerpunkt liegt im Bereich der Adoleszenz-Psychiatrie, umfasst also das Jugend- und junge Erwachsenenalter (Altersspanne ca. 12-25 Jahre), die Übergangsphase von der Kindheit ins Erwachsenenalter.

An sich „ganz normale“ Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz (Akzeptanz körperlicher Veränderungen, Ablösung von den Eltern, Beziehungen zu Gleichaltrigen, Selbstwert, soziale und berufliche Identitätsbildung) können zu Krisen führen.

Es können aber auch erstmals psychische Erkrankungen auftreten, die eine Behandlung erforderlich machen, z. B. Depressionen, bipolare Erkrankung,  Angst- oder Zwangserkrankungen, soziale Phobien,  Essstörungen, Suchterkrankungen,  Somatisierungsstörungen, Anpassungsstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen, dissoziative Störungen oder Psychosen.

Tiefgreifende Entwicklungsstörungen (Autismus-Spektrum-Störungen), emotionale Störungen, ADHS,  Ticstörungen, Lernstörungen, umschriebene Entwicklungsstörungen oder Probleme im Sozialverhalten werden häufig schon früher auffällig.

Je nach Notwendigkeit werden psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsmethoden eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt jedoch meist in psychotherapeutischen und psychoedukativen Interventionen. Nur wenige Medikamente sind für diese Altersgruppe zugelassen, oft muss eine notwendige Medikation im „off-label-Bereich“ stattfinden.

Ich sehe die Phase der Adoleszenz als große Herausforderung und auch als Chance gleichzeitig, somit als eine Art Weichenstellung für das weitere Leben.

zu meiner Person

In Linz geboren, aufgewachsen in Graz

verheiratet, ein Sohn

 

1995 - 2003   Medizin-Studium in Graz und Barcelona

2003 - 2006   Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin im AKH Linz

2006               ius practicandi

2006 - 2013   Facharztausbildung für Psychiatrie, Landesnervenklinik Linz

2013               Facharztdiplom Psychiatrie

                        Zusatzfach Kinder-Jugendpsychiatrie (KJP Landesnervenklinik Linz und Med Campus IV)

                        Gegenfächer Neurologie (Landesnervenklinik Linz), Innere Medizin (AKH Linz), Pädiatrie (LKH Graz, Abt.

                        für  Kinderpsychosomatik und Med Campus IV, Neuropädiatrie)

2017               Facharztdiplom Kinder- und Jugendpsychiatrie

 

ÖÄK-Diplom Psychosoziale Medizin, Linz

ÖÄK-Diplom Psychosomatische Medizin, Wien

ÖÄK-Diplom Psychotherapeutische Medizin (Integrative Therapie), Donau-Universität Krems –  lfd.

ÖÄK Notarztdiplom (inkl. aktuellem Refresher)

ÖÄK Fortbildungsdiplom DFP

 

mehrjährige Mitarbeit beim Psychosozialen Notdienst Linz (jetzt Krisenhilfe OÖ)

mehrjährige Mitarbeit bei der Leitung der „Borderlinegruppe“ , Institut für Psychotherapie der ehem. Landesnervenklinik Linz (Neuromed Campus)

Mitarbeit Spielsuchtambulanz der pro mente OÖ

Mitgliedschaften

ÖÄK       Österreichische Ärztekammer

ÄKOÖ    Ärztekammer Oberösterreich

ÖGPP    Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

ÖGKJP   Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie